Datensturm in Exabytes

Eine „Gigabit Society“ ist eine Notwendigkeit, so das Fazit des jüngsten Workshops unseres Vodafone Enterprise Plenums. Der steigende Datenspeed, jede Innovation, treibt den Hunger nach Bits und Bytes. Je schneller sich aber eine digitale Gesellschaft entwickelt, desto besser für den Innovationsstandort Deutschland. „Die Vision einer digitalen Gesellschaft ist im Silicon Valley bereits allgegenwärtig“, so Plenum-Vorstand Michael Leistenschneider.


IMG_7205aGerald Scheurmann-Kettner, Event-Hotel Gruppe, ist IT-Chef oder IT-Partner von rund 60 Hotels quer durch Deutschland. Er beobachtet den wachsenden Datenrausch im Business-Alltag: „Heute buchen 90 Prozent der Manager selbst, wichtigstes Kriterium ist der WLAN-Empfang.“ Eine tadellose Online-Verbindung sei ein „Muss“ im Businessalltag. Zu seinem Klientel zählen Fünf-Sterne-Häuser, etwa der Hamburger Reichshof. Für die insgesamt 10.000 Zimmer des Hotelpools analysiert er die Anforderungen: Mobility First, Streaming, Daten immer und überall. Jedes seiner Häuser benötigt eine starke Indoor-Versorgung und als Zugang eine entsprechend schnelle Leitung – für die Gäste und die hoteleignen IT-Bedürfnisse. „Der Gast verzeiht keine Wartezeiten, bei keinem Service“, so der Experte.

Zugleich prägt die Hotelbranche Innovationen, etwa das Hotel 3.0: Der virtuelle Empfang sollte bereits am Flughafen beginnen. Ein „Welcome“ auf dem Smartphone Screen empfängt den Reisenden, gekoppelt mit Tipps und Services, um „sein Hotel“ auf dem bequemsten, schnellsten oder kostengünstigsten Weg zu erreichen. Bis zum schnellen Check-in leitet das virtuelle System den Ankömmling. „Die Gigabit Society als Schlagwort zeigt, welche globalen Veränderungen die Digitalisierung für die Gesellschaft bringt. Dabei geht es um gesellschaftlich-politische Themen, aber auch um technische Herausforderungen, wobei die Technik oft bereits weiter ist,“ so Christian Lehmann, Leiter der Unternehmensberatung ITK, DVPT e.V.

Datensturm in Exabytes

Wolfgang Schlaak vom Fraunhofer Forschungs- und Entwicklungsinstitut Heinrich-Hertz bestätigt die Analyse. In zwei Jahren werde das globale Datenvolumen monatlich 132 Exabytes, also 132.000.000.000 Gigabytes erreichen. In Bytes entspricht das einer Zahl mit 19 Nullen. Eine „Gigabit Society“ sei unausweichlich, so der Physiker, der den Begriff 2010 eingeführt hat. Er beschwört die ökonomische Pflicht zu schnelleren Datenleitungen: „Für Deutschland bietet ‚Smart Factory‘ die Chance,
führend zu bleiben und die industrielle Fertigung im Land zu halten beziehungsweise zurückzuholen.“ Skeptisch blickt er aufs Kupferkabel – diese Technik habe Grenzen bei Datenrate, Symmetrie und Latenz. Die Erfordernisse der nahen Zukunft seien anspruchsvoller.


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„Es gibt eine große Diskrepanz zwischen den technischen Möglichkeiten und den möglichen Usecases. Die Frage ist: Treibt die Technik die Innovation oder umgekehrt?“

Ulf Buchholz, Vorstand Vodafone Enterprise Plenum


Für die Gigabit Company Vodafone ist die Wandlung bereits spürbar: Roaminggrenzen fallen, und wo es möglich und machbar ist, erhalten Consumer Spitzengeschwindigkeiten aus dem Technologiemix des Kommunikationskonzerns. Das Ziel sei klar umrissen, so Eric Otoo, Head of Enterprise Marketing – Market Insights, Digital Marketing & Communications bei Vodafone: „eine starke Infrastruktur mit dem Kunden im Mittelpunkt und innovative Lösungen, vor allem mit Blick auf ein Internet der Dinge und Cloud-Technik“. Der Austausch, das Vernetzen und das gegenseitige Lernen anhand von Best Practices sind zugleich typische Elemente einer Gigabit Society. Das Wissen um Kollaboration sei bereits erfolgreicher Kern des Vodafone Enterprise Plenum, so Otoo.


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