CEBIT – Festival der IT-Zukunft

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Die CEBIT blickt erneut auf die Entwicklung der digitalen Welt, offenbart die gewaltigen Fortschritte. Alleine Vodafone hat über 80 praktische Beispiele in seinem Giga Square zusammengefasst: Egal ob Geschäftsprozesse, Kundenbeziehungen, Produktion, smarte Städte, Retail oder Mobility, egal ob als Kunde an der Kasse, bei der Suche nach einem Parkplatz oder beim Sport: In allen Bereichern erweitern passende Datenideen, -strukturen, -prozesse, Sensoren und Vernetzung unsere Möglichkeiten. Das Plenum war Gast auf einer CeBit, die sich als Festival der Emotionen versteht und ein Festival der Entwicklungen spiegelt.


Daten brauchen Infrastruktur

cebit_2018-15Die Zukunft braucht ein starkes Datenfundament, verdeutlicht Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland: „Wenn wir von Gigabit-Nation sprechen, meinen wir damit: das Gigabit in der Luft und unter der Erde.“ Die Anstrengungen seitens Vodafone sind enorm: Einerseits werde das Kabel als Infrastrukturschatz veredelt, zugleich würden zunehmend Gemeinden und Gewerbeparks ans Glasfasernetz angebunden. Vodafones Deutschland-Chef setzt dabei auf Nano-Trenching, ein beschleunigtes Verlegeverfahren. Andererseits treibt Ametsreiter den LTE-Ausbau, etwa an den Autobahnen und baut ein Maschinennetz mit Narrowband-Technik, um IoT zu realisieren. Um all die Datenmengen aus den Neuerungen zu jonglieren, plant Vodafone zehn Supercore Center in Deutschland.


Geschwindigkeit, Vernetzung, Analyse

Man muss weder Nerd noch Techniker sein, um zu verstehen, dass vor allem drei Elemente die Trends der neuen Datenwelt prägen: Geschwindigkeit, Vernetzung und die Analyse. Das Plenum hat sich die Anforderungen unterschiedlichster Branchen betrachtet: thyssenkrupp etwa versteht Aufzüge längst als Teil einer smarten Town, als optimiertes Beförderungssystem. Die Kabinen gleiten durch Magnetschwebetechnik vertikal oder horizontal, sogar mehrere gleichzeitig in einem einzigen Schacht. All das basiert auf Daten, Berechnungen, Wissen durch Sensoren.

Aus seinen Aufzügen hat thyssenkrupp über Vernetzung ein platzoptimiertes Beförderungssystem erschaffen, und zwar detailliert überwacht und vorausschauend gewartet. Via VR blickt der Techniker auf ein selbsterklärendes System, das jede Veränderung registriert, Wartungselemente anzeigt und auch die nötigen Arbeitsschritte Stück für Stück erklärt. Die smarte Town ist keine Idee, sie ist mitten in der Entwicklung.


5G: Ideen für morgen

Alltagslösungen prägen auch 5G, und zwar bereits heute, obwohl das Netz noch eine Idee ist. Gemeinsam haben der Mobilfunkanbieter und Continental etwa einen Stauende-Warner entwickelt: Über eine “Vehicle-to-Everything-Technik” werden Verkehrsdaten an heranfahrende Autos oder Lastwagen übertragen. Das erfordert eine superschnelle Datentechnik, wie sie erst die mobilen Netze der 5G-Zukunft leisten. Sie  ist bereits auf einer Teststrecke in Erprobung. Die Systematik soll frühzeitig justiert und erweitert werden und auch vor kreuzenden Fußgängern warnen. Es gilt, heute Anwendungen zu entwickeln, die mit der Netzstruktur zur Realität werden.

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Das Internet der Dinge (IoT) und der kommende Mobilfunkstandard 5G ermöglichen in vielen Bereichen völlig neue Arbeitsabläufe, erstaunlich etwa ein Blick auf die Baustelle der Zukunft: Hätte ein Bauzaun Sensoren, könnte er Warnleuchten rechtzeitig aktivieren und Windgeschwindigkeiten erfassen, um den Kranführer vor Böen rechtzeitig zu warnen. TeleRetail ist hingegen eine Plattform, über die selbstfahrende Kleintransporter, „Aitonomie“, Material punkt- und zeitgenau liefern. feldsechs erfasst passend dazu die nötigen Daten jeder einzelnen Maschine, jeder Lieferung und Rücksendung. Und Engidi vernetzt Helme, um zu prüfen, ob sich Arbeitern in gefährdeten Bereichen aufhalten.


Vom Kranführer zum Operator

Dabei muss nicht einmal der Kranführer zu Baustelle fahren: Er kann als Operator digital tonnenschwere Lasten via Datentechnik fernsteuern. Vodafone lässt das seine Messegäste testen: Per Fernsteuerung heben sie über einen teleoperated Crane im hunderte Kilometer entfernten Aldenhoven tonnenschwere Lasten. Sogar Feinarbeiten sind via Digitaltechnik einfach machbar: Setzt man ein virtuelles Puzzle zusammen, erfassen Sensoren jede Bewegung, die simultan eine Maschine, ein Roboter, dann ausführt. Kein Mensch muss künftig an gefährlichen Stellen arbeiten. Und ein anderer Partner von Vodafone beobachtet sämtliche Bauabschnitte digital und wertet anschließend jeden Schritt aus. Fehler lassen sich kontrollieren und Abläufe im nächsten Vorhaben optimieren.