Ferngespräch 01 | Recap


Es ist ermutigend zu sehen, wie schnell in China der Weltwirtschaftsmotor im Großen und Ganzen wieder angesprungen ist. Einige deutsche Unternehmen können diesen Impuls bereits wieder für ihr Business aufnehmen. Und auch hier in Deutschland zeichnet sich die Rückkehr zu einer neuen Normalität ab. Lassen Sie uns das weiter positiv angehen!

Ich freue mich auf ein Wiedersehen beim Ferngespräch 02 am 17. Juni 2020 um 16.00 Uhr mit Matthias Hohensee, Bureau Chief Silicon Valley at Wirtschaftswoche – alles weitere dazu in den nächsten Tagen!


 

Ferngespräch 01

Prof. Dr. Sebastian Heilmann, Universität Trier – „Das chinesische Comeback“: Sie konnten nicht teilnehmen oder wollen sich das „Ferngespräch“ erneut anschauen? Oben finden Sie das Video zu unserem „Ferngespräch 01“.


Renminbi goes digital

Mit einem Versuch in Suzhou hat die chinesische Zentralbank ein neues Kapitel in der Geldpolitik aufgeschlagen: Die Stadt Suzhou zahlt erstmals Gehälter ihrer Angestellten in der digitalen Währung Central Bank Digital Currency (CBDC) aus. Mit im Boot des Projekts ist der Riese Alipay. Die Kryptowährung ist damit der erste staatliche Vorstoß in die Blockchain-Welt des Geldes. Löst sie damit Bitcoin & Co ab? Und wie reagieren staatliche wie private Akteure? Ein entsprechendes Projekt des Zuckerberg-Konzerns Facebook steht schon in den Startlöchern. Sollten jetzt auch westliche Zentralbanken handeln, um im weltweiten Finanzgeschehen nicht an Bedeutung zu verlieren?

Geldsystem mit CBDC


TikTok – mehr als ein zaghaftes Anklopfen

Das Social-Media-Karussell dreht sich immer schneller und TikTok ist sicherlich auch in Europa einer der Beschleuniger: Etablierte Plattformen zollen dem Newcomer ihren Respekt – mit Formatkopien der Trends aus dem KI-gesteuerten Mini-Musikvideo-Universum. Ob es in der aktuellen Lage der Erlebnisdurst der User ist oder eine allgemeine Entwicklung? Fest steht: Die meist 15-sekündigen Videos sollen überraschen und emotional binden. Längst tummeln sich dort nicht nur die U24er. Viele Marken setzen auf der Plattform ihre Footprints. Wir sehen hier also kein One-Hit-Wonder, sondern mit einer Bewertung von zuletzt ca 75 Milliarden Dollar eines der wertvollsten Start-ups der Welt, vertreten in 154 Ländern und 2 Milliarden Downloads.

Die Jugend liebt TikTok
Begeisterung bei Werbern
TikTok-Tips

 


Per Livestream in den Online-Handel

Bewegtbild emotionalisiert und bringt in Zeiten des Lockdowns als Live-Event so etwas wie ein „Dabeisein-Feeling“. Den eindrucksvollen Nachweis liefert „Intime“, Chinas führende Kaufhaus-Kette. In Livestreams erreichte sie nicht nur die üblichen Käufer der vorübergehend geschlossenen Warenhäuser. Sie konnte ihren Kundenkreis sogar erweitern: 90 Prozent der Käufe im Livestream kamen von neuen Nutzern. Der Kaufprozess ist denkbar einfach: Interessieren sich Zuschauer für ein Produkt, das sie gerade sehen, müssen sie nur einem eingeblendeten Link folgen und werden dafür sogar oft noch mit Rabatten oder Coupons belohnt. Was den schnellen Ramp-up des neuen Verkaufskanals erleichterte: Seit einiger Zeit gehört Intime zum Online-Riesen Alibaba, der für den Versand der Waren sorgte.

Livestream Shopping


Start-up-Brücke nach Asien

Das Land Berlin schlägt für seine lebendige Start-up-Szene eine Brücke nach Asien. Verbunden über das Netzwerk sind Gründer, Investoren und die umgebenden Ökosysteme der Start-up-Hubs in Berlin, Singapore, Manila, Jakarta, Delhi, Bangalore, Beijing, Shenzhen und Hongkong. Die Aktivitäten umfassen Podiumsdiskussionen über den Eintritt in den asiatischen Markt, das Verständnis von Technologietrends, die sich in der Region abzeichnen, und die Begegnung mit verschiedenen Aktionären. Jährliche Reisen in den Zielmarkt und Asien-Gipfel in Berlin schaffen den Rahmen dafür.

Startup AsiaBerlin