Ferngespräch 02 | Recap

 

 

Ferngespräch 02

„Wie sich das Silicon Valley & mit ihm die Welt verändert“ mit Matthias Hohensee: Sie konnten nicht teilnehmen oder wollen sich das „Ferngespräch“ erneut anschauen? Oben finden Sie das Video zu unserem „Ferngespräch 02“.

 

Valley-Feeling im Homeoffice

Ganz ohne ihr geliebtes Valley wollte die Venture Capital-Geberin Brianne Kimmel auch im Lockdown nicht bleiben: Für die Momente des glücklichen und zufälligen Zusammentreffens besonderer Menschen hat sie eine neue, virtuelle Heimat entworfen – das „Stay at Home Valley“ als kollaborative Landkarte. Wer was auf sich hält, kann dort eine Repräsentanz eröffnen oder Orte einfügen, die inspirativ sind. Spaßig: Die Karte steckt voller Insider-Jokes wie einem „secret tunnel for Jack Dorsey“, der die beiden Unternehmen des Doppel-CEOs vermeintlich verbindet. Das Projekt wurde mit Begeisterung angenommen und selbst eine digitale Verlobungsanzeige gibt es dort bereits. Also: Auf ins Valley! Sicher und nahezu ohne zusätzlichen CO2-Footprint geht es hier entlang:

Das virtuelle Valley ›

 

Möglicher Megadeal – kauft Amazon internationale Kinokette?

Die neusten Amazon-Blockbuster demnächst auch auf der großen Leinwand erleben? Das könnte schon bald Realität werden: Amazon soll am Kauf der US-Kinokette AMC interessiert sein, wie die britische Zeitung Daily Mail berichtet. AMC besitzt weltweit rund 1.000 Kinos und braucht nun neues Kapital. Aus strategischer Sicht ist der Schritt attraktiv: Auf den rund 11.000 Leinwänden in 15 Ländern könnten zukünftig auch die Eigenproduktionen von Amazon laufen. „Kein Kommentar!“ von Amazon – dennoch stieg der vorbörsliche Aktienkurs von AMC um mehr als die Hälfte und gab am Folgetag nur leicht nach.

Kauft Amazon eine Kinokette? ›

 

Mieter-Flucht aus dem überteuerten Valley

Für Apple oder Google, Facebook oder Salesforce zu arbeiten bedeutet nicht nur, seinen Job zu erledigen. Es ermöglicht einem auch den Zugang zu den „heiligen Hallen“ des Silicon Valley: Apple Park, der Googleplex oder 1 Hacker Way. Die Campus-Komplexe haben die Größe von Themenparks, die gebaut wurden, um ihre Belegschaft rundum an sich zu binden und zu einer großen Familie zusammenzuschweißen – die Arbeit im Homeoffice wurde hingegen ungern gesehen oder nicht erlaubt. Und dann kam Corona. Seit ein Großteil der Angestellten 24/7 in völlig überteuerten und winzig kleinen Appartements „remote“ arbeitet, überlegen immer mehr davon, sich ganz aus dem Mietpoker der Bay Area zu verabschieden und wegzuziehen. Ist das Valley bald überall auf der Welt – im ländlichen Arizona genauso wie auf Bali oder in Bangalore? Und was geschieht dann mit den milliardenschweren Immobilien San Franciscos?

Raus aus dem teuren Valley ›

 

„If you can’t beat them, join them!“

Faszinierend, was Neuralink in naher Zukunft vorhat: Schon im nächsten Jahr soll nach Aussagen ihres Gründers Elon Musk ein erster Chip im Hirn eines Menschen implantiert werden. Unmittelbares Ziel: Krankheiten wie Alzheimer oder Schizophrenie heilen. Langfristige Perspektive ist es aber laut Musk, mit den Entwicklungen von KI schrittzuhalten. Damit wolle er verhindern, dass Menschen eines Tages von den Automaten versklavt würden.

Die Wissenschaftler von Neuralink wollen den Chip mit über mehr als 1000 Elektroden mit dem Hirn verbinden. Die Weiterentwicklungen des vergangenen Jahres seien Ehrfurcht einflößend, sagt Musk und verspricht, dass damit eingeschränkte Hirn- und Körperfunktionen in naher Zukunft wiederhergestellt werden könnten.

Der Chip im Kopf ›
Elon Musk über Neuralink ›
Neuralink ›

 

Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben

In einer Welt, die zunehmend visuell geprägt ist, wird genau dieser Sinn besonders trainiert. Doch wie steht es mit der Verarbeitung der Information? Können beispielsweise Jugendliche, die seit ihrer Geburt mit Handy und iPad aufwachsen, genauso gut die Gefühle im Gesicht ihres Gegenübers lesen, wie es den Generationen vor ihnen gelang? So scheint es – und vielleicht sind sie sogar besser darin. Wissenschaftler der UCLA untersuchten Sechstklässler, die vor und solche, die nach der Markteinführung des iPhone geboren wurden. Ergebnis: Die neuere Generation schnitt um 40 Prozent besser ab. In Zeiten von Videochat, Inszenierung per TikTok und Instagram wird die Fähigkeit, in Gesichtern zu lesen wohl besonders gefördert.

Do I look mad? ›