Silicon Valley II: Vision, Invest

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Pulsierende Kreativität treibt das Silicon Valley an und Börsengänge maximieren den Gewinn der Investoren. Dies sagt aber wenig über die tatsächliche revolutionäre Kraft des Valley aus. Denn nicht jedes Unternehmen in der Entwicklungsphase möchte den Sprung in die kontrollierte, umsatzgetriebene Businesswelt wagen.

Von einem der laut New York Times wichtigsten Wagniskapitalgeber, Sequoia Capital, erfahren wir hierzu heute mehr. Übrigens hat Sequoia auch in Firmen investiert, denen wir in dieser Woche begegnen werden, LinkedIn, Stripe und Airbnb, oder die wir in den letzten Jahren getroffen haben, Meraki, NetApp, Oracle, Google, Palo Alto Networks und Apple.


Visionär mit deutschen Wurzeln – Arista Networks

Der Gardner Magic Quadrant kürte Arista Networks 2016 zum Leader und Visionär im Bereich Data Center Networking. In der Tat gilt das 2004 von Andreas von Bechtolsheim und David Cheriton gegründete Unternehmen als Pionier im Bereich Software Defined Networks.

Arista Networks brilliert vor allem mit skalierbaren, leistungsstarken Cloud-Netzwerken mit besonders schnellen Paketlaufzeiten und hoher Energieeffizienz. Die mehrfach ausgezeichneten Plattformen erreichen im Ethernet Geschwindigkeiten von 10 bis 100 Gigabits.

Andy von Bechtholsheim, Chief Development Officer bei Arista Networks, verantwortet die Produktentwicklung und technologische Ausrichtung im Unternehmen. Der Visionär mit deutschen Wurzeln lebt im Silicon Valley; er ist Informatiker und Unternehmer. Er war 1982 einer von vier Gründern von Sun Microsystems und 1998 einer der ersten Investoren bei Google. Mit einem geschätzten Vermögen von 3,3 Milliarden US-Dollar belegte er 2016 in der Forbes-Milliardärs-Liste Platz 495 und lag damit unter den Deutschen auf Rang 42. Wir treffen ihn heute persönlich.

Corporate Backgrounder (PDF)


Wer ist der Klügere? – Singularity University

Sie gilt weltweit herausragendes Zukunftslabor, die Singularity University (SU), gegründet 2008 von Ray Kurzweil und Peter Diamandis. Forscher der SU ersehnen den Zeitpunkt, an dem Maschinen die Menschen überflügeln, den „point of singularity“. Doch vor Ort sieht es hier eher aus wie in einer amerikanischen Kleinstadt.

SU ist keine Universität im eigentlichen Sinne, sondern vor allem ein Zusammenschluss von Technologiebegeisterten. Sie haben einen Ort gesucht, um ihre Visionen zu diskutieren, zu forschen und Leute mit ihren Ideen anzustecken.

An der SU treffen sich Menschen, die in der Digitalisierung die größte Revolution der Menschheitsgeschichte sehen und nicht an morgen denken, sondern an überübermorgen.

SU im Silicon Valley
SU in Deutschland


Lohnendes Invest – Sequoia Capital

Wer als Beteiligungsgesellschaft oder als Kapitalgeber mit Start-ups Gewinn erzielen möchte, muss ein feines Gespür entwickeln. Die 1972 von Don Valentine gegründete Sequoia Capital finanzierte unter anderem Unternehmen wie Atari, FireEye, Yahoo, PayPal, Electronic Arts, YouTube, Meebo, WhatsApp, Instagram etc. Die Unternehmen, in die Sequoia bereits investiert hat, bilden etwa ein Fünftel des NASDAQ. Im Valley ist Sequoia eine Legende!

Nicht ohne Grund: Mit geschätzten acht Millionen US-Dollar stieg der Kapitalgeber im April 2011 bei WhatsApp ein. Damit dürfte er sich durch die Finanzierungsrunden etwa 20 Prozent der Unternehmensanteile gesichert haben. Drei Jahre später übernahm Facebook den Messenger für 19 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einer Rendite von rund 40.000 Prozent.

Sequoia


DAdPQZEWAAIJ22r.jpg-largeKraftwerk blickt aufs eCar

Blicken wir noch kurz zurück: Gestern bekräftigte Kraftwerk-Gründer Sascha Kühn, dass seine Minibrennstoffzelle noch immer in Entwicklung ist. Im kommenden Jahr sollen die praktischen Akkus in Serie gehen. Zugleich ist Kraftwerk in Kooperation mit Infinity, Hongkong. Die revolutionäre Energiezelle werde eCars eine Riesenreichweite bescheren, berichtete Kühn. Das wäre in Sachen Elektromobilität ein echter Durchbruch.


DAc4cfXXsAEWrtX.jpg-largeWorkshop Design Thinking

Passende Ideen finden und entwicklen kann man lernen, Design Thinking ist die passende Methode. Für unsere Unternehmerrunde lag es nahe, sich der Design-Institution IDEO per Kreativ-Workshop zu nähern. Wer seine Ziele kennt, kann sich für Impulse besser öffnen. Und für Ideen läßt sich die kreative Woche im Valley exzellent nutzen.